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Belpork bereitet Weg für neues belgisches Tierwohl-Modul

Haltungsstufen sorgen künftig für Transparenz am PoS

Der belgische Standardgeber Belpork des Prüfsiegel-Systems BePork hat ein Tierwohl-Modul für die belgische Schweinefleischwirtschaft ausgearbeitet.

BePork steht Garant für hochwertiges belgisches Schweinefleisch. Die über die Gesetzgebung hinausgehenden Standards fokussieren sich auf Tiergesundheit, Tierwohl, Nachhaltigkeit, Lebensmittelsicherheit und Rückverfolgbarkeit und wurden für die Stufe der Tierhalter, Transportunternehmen, Schlachthöfe und Zerlegebetriebe konzipiert.

Das neue Modul baut auf den generischen BePork-Standards auf und impliziert weitreichende übergesetzliche Normen, die einzig und allein der Verbesserung des Tierwohls dienen.  Neben der Primär- wird auch die Schlachthofstufe abgedeckt. Die Transportstufe wird bereits ausführlich im BePork-Lastenheft berücksichtigt und wird deshalb nicht mehr separat im Modul behandelt.  

Dieser stufenübergreifende Ansatz zum Wohle der Tiere ist im internationalen Vergleich nicht alltäglich, da sich viele andere Tierwohlsysteme im In- und Ausland hauptsächlich auf die Tierhalterstufe beschränken.

Belpork hat im Vorfeld die Kriterien der Landwirtschaftsstufe anderer internationaler Systemgeber unter die Lupe genommen und  ist zu dem Schluss gekommen, dass das neue belgische Tierwohlmodul anderen Systemen in nichts nachsteht. Dank des lückenlosen, stufenübergreifenden Rückverfolgbarkeitssystems von BePork kann der Kunde im In- und Ausland am Point of Sale in Erfahrung bringen, welche Tierwohlkriterien das Produkt erfüllt und somit eine bewusste Kaufentscheidung treffen.

Das belgische Modul versteht sich nicht als starres System. So sind – analog den Systemen anderer Länder - neben der Einstiegsstufe höhere Haltungsstufen möglich.   Darüber hinaus bietet das Modul dem Lebensmitteleinzelhandel ausreichend Spielraum, um sich anhand eigener Akzente zu profilieren.

‘Tierwohl fällt in Belgien in den Zuständigkeitsbereich der drei Regionen Flandern, Wallonien und Region Brüssel-Hauptstadt. Das neue Modul ist aber offen für Gesamtbelgien. Das ist ein gutes und wichtiges Signal. Darüber hinaus plant die Politik unter Federführung der flämischen Ministerin für Landwirtschaft, Hilde Crevits, künftig allen anderen Nutztierarten den Weg in das freiwillige System zu ebnen. Das wird seine Zeit fordern, doch das Wichtigste ist zunächst, dass das Gerüst steht‘, so Dr. med. vet. Liesbet Pluym, Koordinatorin Belpork.

Das Tierwohl-Modul, von dem sich die Tierhalter bessere Erlöse versprechen, ist jetzt bereits vollumfänglich einsatzfähig.  Es sind noch einige bürokratische Hürden bis zur zeitnahen offiziellen Lancierung des neuen transparenten belgischen Tierwohllabels zu nehmen. ‘Das Licht am Ende des Tunnels ist bereits zu sehen‘, versichert die Veterinärmedizinerin.

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