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Schweinefleisch im Fokus bei belgischem Staatsbesuch in Südkorea

Vom 23. bis 28. März 2019 hat das belgische Königspaar der Republik Südkorea einen offiziellen Staatsbesuch abgestattet. Begleitet wurden die Monarchen von einer 100-köpfigen Handelsdelegation. Mit im Gepäck war eine Werbetrommel für belgisches Schweinefleisch, das den höchsten Stellenwert im Nahrungsmittelexport nach Südkorea bekleidet.

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Südkorea, Top-Destination für belgisches Schweinefleisch

Schweinefleisch führt das Ranking der wichtigsten belgischen Nahrungsmittelerzeugnisse für den südkoreanischen Markt an. Zehn Prozent des belgischen Drittlandexports von belgischem Schweinefleisch geht auf das Konto der ostasiatischen Republik. In puncto Bauchspeck absorbiert Südkorea sogar die Hälfte der Drittlandsvolumen. Bauchspeck wird hauptsächlich als tiefgekühlte Containerware nach Südkorea geliefert.

Weshalb ist belgisches Schweinefleisch so beliebt?

Die Südkoreaner sind passionierte Fleischesser. Nur das weltbeste Fleisch kommt in Frage, um ihrer beliebten Barbecue-Tradition zu frönen. Südkorea verfügt über zahlreiche Indoor BBQ-Restaurants, allen voran in der Hauptstadt Seoul. Aufgrund des hohen Qualitätsanspruchs der Südkoreaner steht belgisches Schweinefleisch dort hoch im Kurs. Seit mehr als 20 Jahren ist das Königreich ein wichtiger Lieferant für hochwertiges Grillgut, vom Bauchspeck über den Schweinenacken bis hin zu den Rippchen, etc.

Neben der inneren Fleischqualität punkten die hohen belgischen Lebensmittelsicherheitsstandards sowie die Maßarbeit der belgischen Fleischlieferanten in Südkorea.

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Südkorea ASP-bedingt vorübergehend gesperrt

Gemeinsam mit Belgian Meat Office nahmen sechs hochkarätige Unternehmen an der königlichen Handelsmission nach Südkorea teil: Agrofood, Belgian Pork Group, Delavi, Jademo, Locks sowie Exportslachthuis De Coster.

Seit der Feststellung von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei verendeten Wildschweinen im Süden Belgiens, sind zahlreiche Drittlandsmärkte derzeit tabu für belgisches Schweinefleisch. Auch wenn keine Gesundheitsgefahr für den Menschen besteht, greift – beim Auftreten der Afrikanischen Schweinepest eines Lieferlandes - in zahlreichen Drittländern automatisch eine Klausel, die der Fleischeinfuhr aus diesem „ASP-Land“ einen Riegel vorschiebt. Das trifft auch auf Südkorea zu.

Derzeit wird mit Hochtouren an der Lockerung dieser Maßnahmen gearbeitet. Schließlich wurde das Virus lediglich in der Wildschweinpopulation der südbelgischen Provinz Luxemburg nachgewiesen. Dort wurden die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um einem Überschwappen der Krankheit auf Hausschweine entgegenzuwirken. Im innergemeinschaftlichen Handelsverkehr bestehen demzufolge keine Einschränkungen. Trotzdem bleibt der für belgisches Schweinefleisch extrem wichtige Exportmarkt weiterhin geschlossen.

Belgian Meat Office initiiert Empfang mit Königspaar

Im Rahmen des Staatsbesuchs wurden die südkoreanischen Kunden von Belgian Meat Office und den belgischen Fleischlieferanten zu einem Empfang eingeladen. Der belgische Starkoch mit südkoreanischen Wurzeln Ae Jin Huys hat gemeinsam mit seinem südkoreanischen Kollegen Joon Woo eine königliche Verkostung mit belgischem Schweinefleisch inszeniert. Im Fokus stand dabei Bauchspeck. König Filip und Königin Mathilde nutzten die Gelegenheit, um den jahrelangen Geschäftspartnern für ihre Treue zu belgischem Schweinefleisch zu danken.